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Walk & Talk - Klimaschutz durch Ernährung

 

Klimaschutz durch Ernährung - wie kann ich dazu beitragen?

Bei herrlichem Sommerwetter fanden sich am vergangenen Sonntag rund 20 interessierte Mitwanderer beim dritten walk & talk dieses Jahr ein.

Das Thema Ernährung und Klimaschutz ist offenbar ein Thema, das zunehmend mehr Menschen bewegt. Noch dazu, wenn eine Referentin mitwandert, die als studierte Diplom-Ökotrophologin auf das Thema mit Herzblut und vielen Praxistipps eingeht: Susanne Haller-Sadiq. Da freuen sich auch die Organisatoren des walk & talk, Petra Hübner vom NABU und Tilmann Wied vom SVF.

Und es ging auch gleich schon hochinteressant und kurzweilig los. Susanne Haller-Sadiq begann mit einem chinesischen Sprichwort: „Wenn der Wind der Veränderung weht, dann bauen Manche Mauern und Andere Windmühlen“.

Und der Wind der Veränderung weht, sogar sehr spürbar. So wurde bereits 1997 Kyoto-Protokoll und 2015 das Pariser Klimaschutzabkommen unterzeichnet. Völkerrechtlich bindend. Hier haben wir in Deutschland eine besondere Verantwortung, da wir als Mitglied der G 20-Staaten mit 81 % zum CO2-Ausstoss beitragen. Eine enorme Zahl, die zu 15 % auf unserer Ernährung beruht. Und um diese Stellschraube ging es heute.

Doch wie kann man angesichts dieser enormen Herausforderung mit seiner Ernährung beitragen?

Muss man etwa auf all seine liebgewonnenen Speisen und Gewohnheiten verzichten?

Nun, das Erfolgsrezept liegt hier laut Haller-Sadiq in den vielen kleinen Schritte, wie so oft. Angefangen vom Einkauf, über die Lagerung und Zubereitung bis zum Vermeiden von Resten, die im Abfall landen, kann jeder von uns einiges verändern, ohne gleich sein komplettes Verhalten umkrempeln zu müssen. Wobei dies durchaus viele Vorteile hat.

Wer z.B. auf regionale und saisonale Produkte setzt, trägt schon viel zur Klimaschonung bei. Lieber Säfte aus heimischem Obst anstatt aus Orangensaftkonzentrat, letzteres hat einen enormen CO2-Fußabdruck.

Auch spielt der Konsum von Fleisch und Milchprodukten eine gewichtige Rolle. Derzeit wird noch durchschnittlich 1 kg Fleisch und Wurstwaren pro Person und Woche verbraucht. Ernährungsphysiologisch ist dies jedoch nicht notwendig. Die genauso guten Eiweißquellen liegen im pflanzlichen Sektor, z.B. durch Pilze, Linsen, Grünkern, Seitan, Lupinen, Erbsen, Vollkorngetreide usw.

Selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt in ihrem neuesten Report vom März 2024 den Nährstoffbedarf maximal aus ¼ aus tierischen Quellen zu decken. Pflanzliche Alternativen sind nicht nur empfohlen, sondern zudem auch gesünder. Dies wird jeder Arzt bestätigen können.

Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden, dass man mit einer Einkaufsliste gewappnet und nicht hungrig loszieht. Hat man dann noch Einkaufskörbe, Tüten und Obstsäckchen dabei, ist viel gewonnen. Preisvergleiche anhand des kg-Preises schonen zudem den Geldbeutel.

Und nicht jedes Lebensmittel muss im Kühlschrank gelagert werden. So sind viele Gemüse und Obstsorten z.B. Tomaten und Bananen wesentlich besser bei Raumtemperatur oder im Keller aufgehoben.

Unschlagbar ist zudem das Gärtnern im eigenen Stückle. Selbst eine kleine Balkonfläche kann hier sinnvoll genutzt werden. Prima ist auch das Urban Gardening, was immer mehr in Mode kommt und zudem den sozialen Austausch fördert. Hier könnten auch die Kommunen noch mehr Flächen ausweisen und so zum gesellschaftlichen Dialog beitragen.

Susanne Haller-Sadiq wartete zum Schluss noch mit weiteren praktischen Tipps auf. So ist beispielsweise der Austausch mit Gleichgesinnten genauso nützlich, wie das Ausprobieren interessanter Rezepte und immer wieder selbst kochen.

Eine Liste mit Quellen und Tipps finden Sie im Anschluss auf dieser Seite.

 


 

Quellen und Tipps für klimagerecht essen

https://lel.lgl-bw.de/kalender/index.xhtml?arbeitsbereich=5&themenbereich=26
https://ludwigsburg.landwirtschaft-bw.de/,Lde/Startseite/Ernaehrungszentrum+Mittlerer+Neckar
https://landeszentrum-bw.de/,Lde/Startseite/wissen/Ernaehrung+und+Nachhaltigkeit
https://www.dge.de/fileadmin/dok/gesunde-ernaehrung/nachhaltigkeit/Nationale_Strategie_Lebensmittelverschwendung_2019.pdf
https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-empfehlungen/#c6738
https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/lagern-kochen-essen-teilen/planetary-health-diet/
https://www.verbraucherzentrale.nrw/sites/default/files/2023-05/lagerungsabc_vznrw.pdf
https://ideenreich.diegrasdruckerei.de/index.php?rezepttype=Gem%C3%BCse
https://www.peta.de/veganleben/guenstige-vegane-rezepte/
https://schrotundkorn.de/rezepte
https://www.natur-von-hier.de/website/de/aktuelles/rezepte
https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/
https://www.grosshoechberg.de/die-idee-der-solidarischen-landwirtschaft/
https://foodsharing.at/fairteiler?bid=792
https://www.natur-von-hier.de/website/de/betriebe?set_merkmal=375&reset
https://etepetete-bio.de/daskonzept

 

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