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Ausflug an den Federsee

Federsee 2_2021

Federsee_2021

 

Am 16. Oktober machten sich 13 Moor- Interessierte auf den Weg nach Bad Buchau.
Es wurden Fahrgemeinschaften gebildet oder gleich die Entscheidung getroffen, dort ein Wochenende zu verbringen.
Um 11 Uhr sollte unsere Führung auf den Steg durchs Moor bis zum See beginnen.
Nachdem es morgens kalt und neblig war, kam dann immer mehr die Sonne heraus und wir konnten die Landschaft bei blauem Himmel genießen.
Also verabredeten wir uns kurz davor auf dem Parkplatz, der nahe beim NABU-Zentrum Federsee liegt und standen pünktlich bei Sonja Müller, die uns führte.
Sie erzählte uns von der Pflege der Wiesen durch Ehrenamtliche, die früher durch Schafbeweidung erledigt wurde. Allerdings war die für den Schäfer nicht lukrativ, so dass er leider aufgeben musste.
Nun gingen wir los zum Steg, der 1911 zum ersten Mal angelegt wurde, nachdem Lina Hähnle, die Vorsitzende des Bundes für Vogelschutz, heute NABU, das ganze Areal um den Federsee gekauft hatte, um das Gebiet zu schützen.
Der Steg ist 1,5 km lang und führt durch artenreiche Streuwiesen, anschließend durch das dichte Schilf und endet auf der Besucherplattform im See.
Auf den Wiesen tummeln sich nachts und in der Dämmerung viele Rehe und auch Wildschweine, im Schilf verstecken sich Wasservögel und einen Biberbau konnten wir auch bewundern. Von der Plattform aus zückten wir unsere Ferngläser und beobachteten Schwäne, Enten, Blesshühner und Seidenreiher.
Rohrdommel und Bartmeise zeigten sich leider nicht.
Der Steg ist der einzige Zugang zum See, das Federseemoor ist das größte Moor in Südwestdeutschland.

Nun mussten wir uns sputen, um rechtzeitig beim Mittagessen im vorgebuchten Restaurant zu sein.

Gut gestärkt gingen wir nun zum Kurpark, um dort den Weg durch den Wackelwald zu wandern.
Der weiche Boden federt, wenn man darübergeht und wir machten uns einen Spass daraus, an besonders weichen Stellen alle miteinander zu hüpfen und den Boden wackeln zu lassen.
Der ganze Wald lag vor 15000 Jahren mitten im See, der allmählich verlandete und zu Moor wurde. Von 14 qm See blieben 1,4 qm übrig.
Die Bäume stehen auf einer dicken Schicht Torf und die Fußgänger wandern auf deren Wurzeln.

Die Zeit verging so schnell, wir erlebten einen wunderschönen Tag und waren uns einig, dass man nochmal hierher kommen sollte mit mehr Zeit. Es gibt noch so viel zu entdecken!

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